Was macht die Pasinger Fabrik während des zweiten Lockdowns?

Aufgrund der Corona-Ausnahmesituation hat natürlich auch die Pasinger Fabrik alle Veranstaltungen wie Konzerte, Theatervorführungen und Ausstellungen absagen müssen. Einige Konzerte sollen aber aufgezeichnet werden und sind dann online abrufbar. Die Kinder– und Jugendkulturwerkstatt der Fabrik hat eine Außenstelle im Hof errichtet, wo Materialpakete und Bastelsets zur Abholung bereit stehen und plant die Einrichtung einer Online-Plattform mit Tipps und Mitmach-Aktionen.

Die Kinder– und Jugendkulturwerkstatt des Vereins Kultur & Spielraum, in der auch Pasing Kreuz & Quer entsteht, hat im Hof der Fabrik eine „Außenstelle“ aufgebaut. Hier können Kinder und Jugendliche Bastel – und Bausets zum Zuhause beschäftigen holen – zum Beispiel für ein Vogelhäuschen (Mittwoch/Donnerstag, 20./21. Januar) sowie ein Sonntagsfrühstück (Freitag/Samstag, 29./30. Januar). Die Sets werden jeweils mittwochs bis samstags ausgegeben, sind kostenlos, das Angebot wechselt alle zwei Tage. „Für Anfang Februar ist der Start der Außenstelle online geplant“, sagt Werkstatt-Leiterin Conny Beckstein. Auf der Homepage (Link unter kulturundspielraum.de) gibt es Aktionen zum Mitmachen, Bildergalerien, Tipps für die Lockdown-Zeit, Spaziergängen für draußen sowie interessante Links zu anderen Kinder-Webseiten.  „Zum Beispiel wird eine Kinder-Rallye durch Pasing, Bauanleitungen sowie Foto-Aktionen, bei denen die Kinder  Aufnahmen einschicken, abrufbar sein“, erklärt Conny Beckstein. Also klickt Euch doch auch mal rein, es ist mit Sicherheit auch etwas für Euch dabei!
Die beiden Angebote sind aber natürlich kein vollständiger Ersatz für das normale Programm der Kinder– und Jugendkulturwerkstatt: „Kindertheater, Kurse und Workshops zum Beispiel über Trickfilme und Theater, die Kindersprechstunde, Lesungen, unsere Kinderdisco, andere Aufführungen, der Treffpunkt im Kinder-Café und nicht zuletzt die mehrwöchigen Projekte und Schwerpunktprogramme mussten wir selbstverständlich allesamt absagen“, berichtet Conny Beckstein. Ihr Team versucht zwar dennoch, zu den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien mittels Briefen, Anrufen und Social Media Kontakt zu halten. „Natürlich haben wir aber schon die Befürchtung, dass einiges dauerhaft wegbricht. Dies haben wir nach dem ersten Lockdown bemerkt, als viele Besucher erst nach und nach langsam wieder zurückkamen“, sagt Conny.  Um das zu verhindern, schaut doch auch bald wieder in der Fabrik vorbei, sobald wir wieder geöffnet haben! :-)
Auch der „erwachsene“ Teil der Pasinger Fabrik hat natürlich im Moment geschlossen:  „Wir haben im Moment komplett zu, erwarten aber, dass wir Ausstellungen als erstes wieder öffnen können“, sagt Carsten Mayer, Sprecher der Fabrik. Als Ersatz für die abgesagten Veranstaltungen plant die Fabrik einige Konzerte online anzubieten. „Die Konzerte werden aber nicht live übertragen, sondern technisch aufwändiger mit mehreren Kameras, hochwertiger Tontechnik und guten Schnitten als Aufzeichnung abrufbar sein“, erklärt Mayer. Die Konzerte sind ab Freitag, 29. Januar, jeweils freitags und sonntags zu sehen. Der Link ist unter pasinger-fabrik.de abrufbar. Mulo Francel, Saxophonist des Ensembles Quadro Nuevo, ist nicht nur Protagonist der Reihe, sondern hat die Konzert-Auswahl mit der Fabrik arrangiert und moderiert die Abende. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Am Freitag, 29. Januar, präsentiert zum Beispiel Izabella Effenberg „Impressions in Colours“. Das David & Daninio Weiss Quartett spielt am Sonntag, 31. Januar, „New Gipsy Sound“.
Ihre „ganze Energie“ und Hoffnung setzt die Pasinger Fabrik auf ein Open-Air-Festival, das im Sommer im Ebenböck-Park stattfindet, wenn es die Corona-Lage zulässt. Auf dem Festival sollen unter anderem die Ludwig-Seuss-Band (Mittwoch, 28. Juli) sowie die Gitarristin Jule Malischke (Sonntag, 18. Juli) auftreten. Die Fabrik hofft auch, im März die Ausstellung „The Rolling Stones in Munich“ präsentieren zu können. Fotos, Filme und Erinnerungsstücke zeigen in der Ausstellung die Spuren, die die bekannte Band aus den 1960er-Jahren in München hinterlassen haben. „Wir haben das große Glück, dass die Stadt uns unterstützt und daher die Hoffnung, dass wir relativ heil aus der Situation raus kommen. Die Künstler stehen schlechter da als wir. Wenn der Stadt das Geld ausgeht, würde es aber bitter werden“, sagt Carsten Meyer.

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