Magazin für junge Stadtteilforscher

Wolfgang Haller – Der Künstler des Trafohäuschens

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Direkt neben der Pasinger Fabrik, auf einer Wiese mitten auf dem Wensauerplatz, befindet sich ein Trafohäuschen (das ist ein kleines Gebäude, in dem die Stromversorgung sichergestellt wird). Wenn ihr schon mal daran vorbeigelaufen seid, werden euch vielleicht das Absperrband, die Gerüste, aber auch die Malereien aufgefallen sein. Heute sprachen wir mit dem Künstler dieses Kunstprojektes: Wolfgang Haller.

Bei Wolfgang Haller merkt man sofort, dass Kunst sein Leben ist. Berufe hat er einige: er ist Architekt, Musiker, Künstler, Kirchenrestaurator. Kunst ist zwar sein Beruf, aber auch seine Berufung.

Warum sind Sie Künstler geworden?

Wie lange sind Sie schon Künstler?

Es gibt – so kommt es uns zumindest vor – kein Material, das nicht schon einmal für ein Kunstprojekt hergenommen wurde. Papier, Leinwände, Holztafeln, Metall und eben Wände wie die vom Trafohäuschen. Vor vielen Jahren bemalte er sogar einen VW-Bus. Er erzählte uns, dass man für jede Fläche völlig andere Techniken und Werkzeuge braucht. Und genauso vielfältig geht es bei seinem Kunst-Stil weiter. Unter den gefühlt 1000 möglichen Stilen, die er benutzt, konnte er sich kaum für einen entscheiden, als wir ihn fragten, was sein Kunst-Stil sei. Gespannt sind wir aber auf seine neue Technik. Da will Wolfgang Haller eine Art 3D Kunst auf Leinwände bringen (so wie im 3D Kino).

Sein bis jetzt größtes Kunstwerk befindet sich in Berlin auf der Außenseite eines 21 Meter hohen Hauses (das Gerüst hatte 12 Stockwerke!!). Das Gemälde selbst ist 400m² groß und es hat mit einem Team von 10 Künstler*innen ein dreiviertel Jahr gedauert, bis alles fertig war. Man kann seine Kunstwerke auf der ganzen Welt finden. Wolfgang Haller war schon in Australien, Indien, USA, Europa (z.B. in Sizilien) und Südamerika.

Der Auftrag zum Bemalen des Trafohäuschens kam von der Stadt München. Jetzt fragt ihr euch sicher, was die Bilder darstellen sollen! Herr Haller hat sich ganz viele Gedanken gemacht, was darauf zu sehen sein soll. Also hier die Antwort: es ist ein Café aus der Zeit von 1900! Man sieht was sich an der Außenseite des Cafés befindet oder gemalte Fenster oder Türen, die „in die Zimmer“ blicken.

Außerdem kann man noch etwas anderes auf dem Trafohäuschen erkennen. Und zwar eins seiner Markenzeichen: kleine Tierchen! Unter all den Fenstern, Gegenständen und Verzierungen befinden sich eine kleine Maus, ein Affe und ein Specht. Herr Haller versteckt solche Tiere in fast all seinen Gemälden.

Selina, Sarina, Jay, Layen (Peslmüller Mittelschule, 6Dg)

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