Die Pasing-Managerin

Katrin Englert managt Pasing. In der Gleichmannstraße 5a betreut sie den Pasinger „Stadtteilladen“. Das ist aber kein Geschäft, sonder ein Ort, wo sich Pasinger Vereine und Initiativen treffen können, es Ausstellungen sowie einen „Bücherschrank“ gibt. Und Katrin Englert organisiert viele Veranstaltungen und Aktionen, vor allem für die Pasinger Geschäfte.

Wahrscheinlich habt ihr schon mal eine Aktion von Katrin Englert mitbekommen, wenn ihr öfters in Pasing unterwegs seid. Erinnert ihr euch noch zum Beispiel, als am 6. Dezember Nikoläuse kreuz und quer durch Pasing gelaufen sind? Oder es in der Vorweihnachtszeit die schönenen Adventskalender gab, bei denen hinter jeder Tür ein Gutschein für ein Pasinger Geschäft wartete? Oder am Weltfrauentag für alle Frauen Blumen verteilt wurden?

Diese Sachen hat maßgeblich Katrin Englert organisiert, zusammen mit Pasinger Vereinen und Verbänden. Englert arbeitet als einzige Mitarbeiterin in dem Büro „Aktive Zentren Pasing“ und versucht dort beizutragen, dass „Pasing schön ist und bleibt und es gute Geschäfte gibt, in denen man vor Ort einkaufen kann, ncht nur in den Arcaden, sondern auch hier im Zentrum“, sagt Englert. Dazu ist die 42-Jährige ganz viel auf den Straßen von Pasing unterwegs, redet mit den Leuten und Läden, plant Aktionen sowie Veranstaltungen – und bietet gemeinsam mit Architektinnen Hausbesitzern an, ihre Häuser verschönern zu lassen. „Manchmal entscheidet die Stadt, dass sie in einem Gebiet ganz viel ändern will und gibt dann Geld dafür. Das nennt man Städtebauförderung“, erklärt Katrin Englert. „Die Stadt München verschönert etwa die Straßen, weil die der Stadt gehören, und dann ist es natürlich gut, wenn die Häuser an der Straße ebenfalls schöner werden.“

Das Gebäude der Eisdiele Portofino an der Spiegelstraße wurde so zum Beispiel aufgehübscht. Neue Stühle kamen dazu, neue Bäume eingepflanzt, Bilder wurden aufgehängt und Schirme hingestellt, damit die Leute im Schatten sitzen können. Auch die Häuser der Bäckerei Gürtner am Pasinger Viktualienmarkt und das einer Apotheke wurden so neu gestaltet, in dem zum Beispiel die Schilder der Geschäfte neu gemacht, die Markisen ausgetauscht und teils das Haus  gestrichen wurde. Auch der Schererplatz rund um die Maria Schutz-Kirche entstand so neu „Die Stadt hatte sich überlegt, dass drumherum keine Autos mehr fahren dürfen. Wir haben Eltern, Kinder und andere gefragt, was wir mit der Fläche machen sollen. Jetzt gibt es dort unter anderem einen Spielplatz“, erzählt Katrin Englert. Zu allen Sachen hat das Stadtteilbüro etwas dazu gezahlt.

Jeder, der etwas über Pasing wissen will, kann sich bei Katrin Englert informieren. Es gibt einen Bücherschrank wie vor dem Pasinger Rathaus, wo sich alle kostenlos Bücher nehmen und herein stellen können. Derzeit stellt die Pasinger Künstlerin Lisa Held Bilder in dem Gebäude aus. Solche Ausstellungen gibt es immer mal wieder. Alle Pasinger Vereine dürfen sich den Laden kostenlos mieten. Viele Vereine machen hier ihre Mitgliederversammlungen, Workshops und andere Treffen. Im Moment arbeitet Katrin Englert an dem Adventskalender für diese Weihnachtszeit, in dem es wieder viele Gutscheine von Pasinger Geschäften geben soll. Außerdem erstellt sie gerade einen Stadtplan-Flyer, in dem alle Pasinger Geschäfte beschrieben werden. Also quasi ein ausgedrucktes „Pasing kreuz & quer“. Ob Frau Englert dafür von uns abschreibt? Naja, wahrscheinlich wohl nicht…

Ein, zwei große Straßenfeste in Pasing mit Musik soll es dieses Jahr ebenfalls noch geben. Auch bei anderen Aktionen, wie der Revolutions-Ausstellung im Pasinger Rathaus, hat das „Aktive Zentrum“ mitgearbeitet und Geld gegeben. Ebenso beim Gesundheitstag, als vor den Arcaden ein begehbares Organ aufgebaut war. Und und und…

Das Büro und die Projekte finanzieren die Stadt München, der Freistaat Bayern und die Politiker in Berlin. Stadtteilläden wie in Pasing gibt es unter anderem auch in Mossach, Ramersdorf und Trudering. In Pasing läuft das Projekt leider Ende des Jahres aus. Katrin Englert übernimmt dann wahrscheinlich einen anderen Stadtteil. „Bis jetzt ist das aber der schönste Job, den ich gemacht habe“, sagt Englert. Zuvor hat sie unter anderem bei Microsoft gearbeitet und möchte jetzt möglichst bis zur Rente in ihrem Beruf bleiben. „Mir gefällt, dass ich jeden Tag neue Sachen erlebe und Leute kennen lerne wie so lustige Kinder wie euch. Nur manchmal ist es ein bisschen schwierig, die Leute zum Mitmachen zu motivieren“, erzählt Katrin Englert. Schon in der Grundschule war ihr Lieblingsfach HSU. „Im Gymnasium war es dann Erdkunde und später habe ich Geographie studiert.“ Sie selbst kommt aus dem nahen Untermenzing und war schon als Kind oft zum Beispiel auf dem Pasinger Viktualienmarkt. „Meine Eltern hatten früher Parfümerie- und Geschenkeläden. Mich hat damals schon interessiert, wie man neue Kunden gewinnt und erreicht, dass die Leute bei mir Einkaufen“, erzählt Katrin Englert. Und genau das versucht sie jetzt für die Pasinger Geschäfte zu schaffen.

Am meisten Spaß hat Katrin Englert die Nikolaus-Aktion gemacht. Selbst als Nikolaus war sie jedoch noch nie unterwegs. „Bei meiner weiblichen Stimme würde das wohl nicht gut ankommen“, meint sie lachend. Ansonsten ist sie aber stets mit vollem Einsatz für unseren Stadtteil unterwegs.

 

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