So war Mini-München in Pasing

Aufgrund der Corona-Ausnahmesituation fand die Kinder-Spielstadt „Mini-München“ dieses Jahr auch in Pasing statt. Zeitungsredaktion, Jahrmarkt, Handwerkerhof und Bootswerft waren unter anderem in unserem Stadtteil beheimatet. Und es gab viele besondere Aktionen – von Natur-Detektiven bis zu selbst verfassten Theaterstücken. Ein Rückblick auf das diesjährige Mini-München in Pasing.

Mini-München kennen viele oder haben schon mal davon gehört. In der Spielstadt geht es zu, wie in einer richtigen Stadt: Es gibt rund 150 verschiedene Jobs, man kann studieren, ein eigenes Unternehmen gründen, an der Börse spekulieren und überall dabei das Spielgeld „MiMüs“ verdienen. Die MiMüs kann man  im Theater, Kino, Restaurant, dem Sportbereich oder der Pop-Akademie ausgeben. Es gibt auch einen Mini-Münchner Oberbürgermeister und Stadträte sowie viele Veranstaltungen und Aktionen wie Olympische Spiele und den „Rosaroten Posttag“, eine Art Valentinstag.

Coronabedingt konnte Mini-München dieses Jahr nicht wie sonst an einem zentralen Ort etwa im Olympiapark oder dem Zenith-Gelände in Freimann stattfinden. Stattdessen war die Spielstadt auf rund 40 Standorte über ganz München aufgeteilt. Neben der Innenstadt, Schwabing-Freimann und Ramersdorf-Perlach war Pasing ein Stand- und Spielort von Mini-München. In und um der Pasing Fabrik war die Zeitungsredaktion „MiMüZ“, das Fotostudio, die Comic-Werkstatt, die Innungen der Handwerkskammer, das Theater sowie das Pasinger Rathaus mit Bürgerbüro, Bank, Einwohnermeldeamt und Stadtinfo beheimatet. Am Wensauerplatz fanden Post, Müllabfuhr, Handwerkerhof und der Jahrmarkt ihren Platz. Beim Spielplatz am Schirmerweg hatten die Bootsbauwerkstatt und die Naturakademie  ihren Sitz, im Park des  Ebenböckhauses die Pop-Akademie und die Skulpturenwerkstatt. Im Jugendtreff aqu@rium war die Schneiderei, beim Spielplatz am Hellihofweg der Jahrmarkt Eine Menge Möglichkeiten also. Langeweile hatte keine Chance! Bereits im Juli hatten einige Kinder in der „Mini-München“-Werkstatt in der Pasinger Fabrik Schilder und Utensilien für die Spielstadt vorbereitet.

Rund 3000 Kinder und Jugendliche kamen während der drei Wochen im August alleine nach Pasing. Aufgrund der Corona-Situation gab es natürlich in jedem Bereich weniger Plätze als sonst und jeder musste alle Corona-Regeln einhalten. Die „Mini-Münchner“ wurden von 30 pädagogischen Mitarbeitern und ehrenamtlichen  Helfern betreut –alles lief gut und reibungslos. „Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden, und auch damit, dass wir Plätze und Einrichtungen aus dem echten München bespielen konnten. Gut hat auch die Vernetzung mit den anderen Stadtteilen geklappt“, sagt Conny Beckstein, die eine der beiden Leiterinnen des West-Stadtteils war.

Viele Ereignisse passierten im Laufe der drei Wochen: So veranstaltete die Schiffswerft am Schirmerweg eine Boots-Regatta mit entsprechendem Wettfahrten. Entlang der Würm untersuchten kleine „Natur-Detektive“ die Qualität des Wassers, bestimmten Baumarten und suchten nach (vermeintlichen) Schädlingen. Zur Wahl des Pasinger Oberbürgermeisters Mini-Münchens in der zweiten Woche sprachen sich alle vorher ab und einigten sich auf eine gemeinsame Kandidatin. Und ihr werdet es nicht glauben: Anya schaffte die Wahl-Sensation und gewann gegen sich selbst!

Das Theater in der Pasinger Fabrik zeigte eine Reihe von aufwendigen Produktionen wie „Romeo und Julia“ und „Wilhelm Tell“ sowie selbstverfasste Stücke aus dem Mini-München-Alltag. Die Investigativ-Reporter der Spielstadt-Zeitung „MiMüZ“ recherchierten ebenfalls von der Pasinger Fabrik aus viele Skandale und Sensationen. So entdeckten die Kinder-Reporter, dass ein Cyber-Bankräuber mittels eines von ihm entdeckten Bank-Passworts mehrere tausende MiMüs für sich abgebucht hatte. Die Zentralbank hatte vor den Recherchen der Reporter den gigantischen Spielgeld-Bankraub selbst noch nicht bemerkt. In der Comic-Werkstatt entstanden dutzende Comics und eine eigenes Comicheft. In der „Pop-Akademie“, betrieben in einer Kooperation mit der Hochschule München, gründete sich eine Band, zudem lernten viele Kinder tanzen und singen und organisierten Auftritte. Zum Abschluss gab es am letzten Tag unter dem Motto „ Das ist unsere Stadt“ eine große Abschlussveranstaltung am Münchner Marienplatz mit Reden und Aufführungen, an der Mini-Münchner*innen aus dem ganzen Stadtgebiet teilnahmen.

Wenn ihr dieses Mini-München verpasst habt, könnt ihr auf der Homepage www.mini-muenchen.online einiges über das Spielstadt-Geschehen in Pasing und den anderen Stadtteilen nachlesen. Unter dem Menüpunkt „Stadtleben“ und dann MiMüZ steht etwa der gesamte Jahrgang der Spielstadt-Zeitung online.

 

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