In der „Halle 2″ starten wieder die Versteigerungen

Die Halle 2 hat nach der Corona-Schließung wieder geöffnet und startet auch wieder mit ihren beliebten Versteigerungen. Wie immer warten in dem Gebrauchtwaren-Kaufhaus gut erhaltene Medien, Geschirr, Fernseher und andere technische Geräte, Sportausrüstung, Möbel, Bilder, Haushaltswaren und vieles mehr zu günstigen Preis auf Euch.

Sie ist das wohl günstige Kaufhaus rund um München: Die Halle 2. Auf 900 Quadratmeter Verkaufsfläche bietet die Halle fast alles, was das Herz begehrt: Bücher, DVDs, CDs, Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen und Staubsauger, Unterhaltungselektronik wie PCs, Smartphones und Spielekonsolen, Geschirr, Vasen, Spielzeug, Fahrräder, Skier und Zubehör, Tennisartikel, Kommoden, Betten, Schränke, Tische, Stühle, Teppiche, Taschen, Koffer, Tierbedarf, Uhren, Spiegel… „Nur Kleidung und andere Textilien haben wir im Moment noch nicht, da diese sehr viel Aufwand bedeuten“, sagt Goran Djordjevic, Leiter der Halle 2. Ansonsten fehlt fast nichts im Angebot des Gebraucht-Kaufhauses.

Während der beiden Corona-Lockdowns musste natürlich auch die Halle 2 schließen. Die Mitarbeiter boten aber Beratungen per Telefon, Video-Chat und WhatsApp an und stellten Artikel auf Ebay-Kleinanzeigen ein. Auch die beliebten Versteigerungen von besonders schönen Gegenständen gibt es nun wieder. Die nächsten Termine sind die Samstage, 3. und 17. Juli, ab 11 Uhr. Besonders wertvolle Fahrräder und Instrumente sowie viele andere Raritäten  werden bei den Auktionen angeboten. Die aktuell interessantesten Gegenstände sind unter anderem auf der AWM-Webseite, dem Instagram-Kanal und ab dem jeweils vorherigen Donnerstag vor Ort zu sehen. Um noch mehr Kunden zu erreichen, überlegen die Mitarbeiter zudem, weitere Läden etwa in der Münchner Innenstadt anzumieten. Dort soll dann ein Teil der Sachen verkauft werden.

Das Prinzip der Halle ist auch nach der Corona-Schließungszeit das Gleiche geblieben: Sachen, die noch zu schön zum Wegwerfen sind, werden von den Münchner Wertstoffhöfen gesammelt und zu der Einrichtung gefahren. Ihr und eure Familien könnt auch bei der Halle direkt spenden und bei den Wertstoffhöfen Artikel als Spende für die Halle 2 abgeben. „Wir wollen so viele Sachen wie möglich wieder in den allgemeinen Kreislauf einfließen lassen und der Wiederverwendung zuführen. Es bleiben auch sehr wenige Artikel übrig, die wir nicht verkaufen können“, sagt Goran Djordjevic – Ladenhüter werden wenn nötig mehrfach im Preis reduziert. Das Geschäftskonzept hat mehrere Gewinner: Das Wiederverwenden der Waren ist gut für die Umwelt. Die Erlöse fließen in den Gebührenhaushalt des Abfallwirtschaftsbetriebes, wodurch die Gebühren nicht teurer werden. Und die Kunden der Halle 2 können viele Schnäppchen machen. So gibt es Bücher schon für 50 Cent, Fernseher ab 20 bis circa 140 Euro, Schränke ab 30 Euro, Skier ab sechs Euro und Smartphones ab 20 Euro. Ein Konzept, dass erfolgreich ist: „Wir haben 500 Tonnen Warenumsatz im Jahr, also 500 Tonnen Waren, die bei uns ankommen und verkauft werden“, sagt Djordjevic.

Wer etwas für die Halle 2 spenden will, muss beachten, dass alle Gegenstände nicht beschädigt, funktionstüchtig und in einem guten, sauberen Zustand sein müssen. Alles Zubehör sollte dabei sein. „Die Mitarbeiter an den Wertstoffhöfen sind geschult, ein Auge darauf zu haben, welche Sachen für uns geeignet sind“, sagt Djordjevic. Die zehn Mitarbeiter der Halle 2 schauen sich alle Artikel an, legen anhand der entsprechenden Vorgaben die Preise fest, räumen sie in den Verkaufsraum ein, kassieren und kümmern sich sonst um alles, „damit der Laden läuft“. „Elektro- und IT-Geräte werden in Inklusions-Werkstätten auf Funktionalität geprüft. Wir geben auf sie auch eine Gewährleistung von sechs Monaten“, erklärt Djordjevic. Einen Lieferservice gibt es weiterhin nicht. Die Beratungen per Telefon oder Internet werden aber auch jetzt weiter geführt, zum Beispiel für Leute, die weit weg wohnen oder nicht so gut gehen können.

Ein im Prinzip riesiger Flohmarkt mit tausenden Artikeln: Natürlich passieren dabei manch kuriose Geschichten: „Uns wurde erzählt, dass noch am Standort in der Sachsenstraße einmal ein Kunde in einem Buch, dass er für zwei Euro bei uns gekauft hatte, zu Hause 200 Euro entdeckte, die er natürlich behalten durfte. Ganz am Anfang vor 20 Jahren, als wir alle noch nicht so viel Ahnung hatten, verkaufte ich ein Bild für 20 DM. Kurze Zeit später erfuhr ich von einem Händler, dass das Bild angeblich 20 000 DM wert gewesen wäre“, berichtet Djordjevic. Da die Mitarbeiter im Laufe der Zeit aber immer mehr Wissen sammelten und bei Einstellungen jetzt auch auf Einzelhandel-Erfahrungen achten, passieren solche Fehler aber nicht mehr. „Zu Beginn kamen auch noch viel mehr Händler zu uns, die billige Schnäppchen machen wollten. Das ist dadurch viel weniger geworden“, erklärt Djordjevic. Unter den Gegenständen, die in der Halle 2 ankamen, befand sich einmal eine „Mehlsack-Entstaubungmaschine“, ein anderes Mal ein ausgestopfter Kugelfisch.

Die Halle 2 in der Peter-Anders-Straße 15 ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Für individuelle Beratungen und Fragen aller Art sind die Mitarbeiter unter Telefon 0162 42 91 331 erreichbar. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage.

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