Roboter, Fahrzeuge und Jim Knopf im Schloss Blutenburg

6. März 2026

Kann es sein, dass im Geschirrspüler eigentlich Katzen das Besteck sauberschlecken oder dass Bagger für die Zubereitung von Kuchenteig benutzt werden? Mit diesen und anderen Fragen rund um Roboter, Fahrzeugen und anderen besonderen Maschinen beschäftigt sich derzeit die Ausstellung „Crazy Machines“ im Schloss Blutenburg. Die Sonderaustellung stellt die kurioesten Erfindungen und Geräte, die es in der Kinderliteratur gibt, vor – zum Beispiel den Hitzefrei-Regler, die Guten-Morgen-Weckmaschine sowie Flugfahrräder.

Bei der Sonderausstellung kann man auch viel experimentieren und suchen. Das Besondere bei der Ausstellung ist, dass man am Eingang ein Tablet bekommt. Die Kamera des Tablets hält man auf bestimmte Aufkleber, die an verschiedenen Orten in der Ausstellung angebracht sind. Daraufhin wird eine entzückende Animation mit Audio passend zum Thema abgespielt (siehe Bilder und Video unten). Dies nennt man „Augmented Reallity“. Man löst darin kleine Minirätsel und bewältigt einige Minispiele mit kleinen Aufgaben. Zum Beispiel gab es die Aufgabe, dass verschiedene Maschinen wie eine Kackmaschine zu Ende gebaut werden müssen, indem man die verschiedenen Bestandteile über das Tablet an die richtige Stelle der Maschine zieht. Und wenn man mit allen Miniaufgaben fertig ist, bekommt man einen Sticker.

Außerdem waren in der Ausstellung alle möglichen Bücher zu sehen, in denen es eben besondere Geräte und Fahrzeuge gibt, sowie auch eine richtige, echte Maschine.

Die Ausstellung hat uns wirklich gut gefallen, weil es viel auszuprobieren gab und durch die Tablets alles sehr interaktiv war. Allerdings war sie nicht sehr groß. Der Eintrittspreis ist für Kinder kostenlos und für Erwachsene kostet er auch nur drei Euro. Mit dem Ticket kann man auch andere Sachen im Schloß Blutenburg besichtigen – zum Beispiel das Michael Ende – Museum.

Ihr kennt doch sicher Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer? Oder das magische Fantasieland Phantasien aus der „Unendlichen Geschichte“? Oder das kleine Mädchen Momo, dass gegen die Zeitdiebe kämpft? Ausgedacht hat sich all diese Figuren und Geschichten der bekannte Kinderbuchautor Michael Ende. Bereits seit 1998 gibt es im Schloss Blutenburg eine kleine Ausstellung rund um das Leben und Arbeiten von Michael Ende. Auch dieses kleine Museum haben wir für euch besichtigt, nachdem wir bei der Maschinen-Sonderausstellung waren.

Die Ausstellung ist ziemlich klein, aber nett: Der Raum ist ein bisschen wie ein Wohnzimmer eingerichtet. Zu sehen sind zum einen zahlreiche persönliche Gegenstände von Michael Ende wie seine Pfeifen, Brillen, Möbel und seine private Bibliothek. Seine bekannten Werke wie die oben genannten sind in vielen verschiedenen Ausgaben ausgestellt – zum Beispiel eine chinesische Version von „Jim Knopf“. Dieses Buch fanden wir echt lustig, denn die Chinesen lesen ja nicht in unseren Buchstaben, sondern haben ja ganz eigene Zeichen und lesen ja von oben nach unten statt von links nach rechts! 當然,這會讓你以一種完全不同的方式閱讀一本書。

In der Ausstellung sind auch eine Reihe von Zeichnungen, Illustrationen, Briefen und Skripte, also Textentwürfe, von Michael Ende zu sehen. Ein Lebenslauf gibt Auskunft über die wichtigsten Stationen der Biographie des Schriftstellers. Die nette Mitarbeiterin, die sich um den Raum kümmert, hat uns auch noch einiges ihn erzählt. Ein Besuch dort lohnt sich also durchaus, auch weil der Eintritt zusammen mit der Sonderausstellung für beides zusammen eben nur drei Euro für Erwachsene und für Kinder gar nichts kostet. Sehr viel Zeit muss man aber nicht mitbringen, weil man in dem Raum schon relativ bald alles gesehen hat.

Die „Crazy Machines“-Sonderausstellung hat noch bis zum 31. Oktober diesen Jahres Montags bis Freitags von 10 bis 16 Uhr sowie Samstags und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An Feiertagen ist geschlossen. Das Michael Ende Museum hat immer Samstags und Sonntags außer Feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, zeitlich unbefristet.

Pelle, Peter