Viele Hilfsangebote beim Sozialbürgerhaus

15. Mai 2026

Habt Ihr Probleme mit Geld, findet Ihr keine Arbeit oder Ausbildung, habt Ihr Stress in der Schule oder zu Hause? Dann findet Ihr Hilfe beim Sozialbürgerhaus an der Landsberger Straße 474 / Ecke Georg-Habel-Straße. Insgesamt fast 300 Mitarbeiter kümmern sich hier um Euch. Auch speziell für Kinder gibt es mehrere Angebote, zum Beispiel den „Ferienpass“, Ferienfahrten und Unterstützung für Sportmöglichkeiten.

Bei vielen Problemen im Leben kann man sich an das Sozialbürgerhaus West wenden. Wann immer Ihr Probleme rund um Geld, Arbeit, Schule, Familie und ähnliches habt, helfen euch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Auch alte Menschen, die nicht mehr alleine zu Recht kommen, kriegen hier Unterstützung. Ein Jobcenter ist ebenfalls im Haus, das sich um die Vermittlung von Arbeit und Ausbildungsplätzen kümmert. Wir waren im Sozialbürgerhaus und haben ein Interview mit Leiterin Sabine Nowack gemacht.

In München gibt es quer über die Stadt verteilt. zwölf Sozialbürgerhäuser. Man kann dorthin gehen, wenn man ein Problem wie oben beschrieben hat. Oft wenden sich aber auch Nachbarn, Bekannte, Verwandte oder die Polizei an das Sozialbürgerhaus, wenn sie sich Sorgen um jemanden machen. Die Sozialarbeiter machen dann auch Hausbesuche. „Manchmal hilft es zum Beispiel bei einem Streit, wenn jemand Drittes dabei ist“, erklärt Sabine Nowack. „Die häufigsten Probleme gehen ums Geld. Wenn man wenig Geld hat, ist es immer schwierig – in einer teuren Stadt wie München noch viel mehr.“ Die Mieten sind sehr teuer, Strom, MVV, Lebensmittel und vieles andere auch. Das Sozialbürgerhaus hilft also vor allem vielen armen Leuten. Wann ist man aber eigentlich überhaupt offiziell arm? „Man gilt als arm, wenn man weniger Geld als der Durchschnitt in seinem Land oder seiner Stadt hat“, erklärt Sabine Nowack. Ein Mensch, der in Deutschland als arm bezeichnet wird, wäre es also zum Beispiel in Afrika nicht unbedingt, auch wenn er die gleiche Menge Geld zur Verfügung hätte.

Kostenloses Mittagessen und Nachhilfe für Kinder, Beratungen für Schulabgänger

Der häufigste Weg, um an Geld zu kommen ist Arbeiten, wofür man meistens einen Schulabschluss und eine Ausbildung, deutsche Sprachkenntnisse und andere Fähigkeiten braucht. Auch hier helfen die rund 200 Mitarbeiter:innen des Sozialbürgerhauses und die rund 80 Angestellten des Jobcenters. „Wenn junge Leute zum Beispiel mit der Schule fertig sind und nicht wissen, was sie nun machen sollen, schreiben wir sie an oder klingeln bei Ihnen, wenn wir etwa von einem Lehrer einen Hinweis bekommen“, erklärt SabineNowack.

Auch speziell für Kinder gibt es viele Angebote: Beziehen die Eltern Bürgergeld, Asylhilfe oder ähnliche Sozialleistungen, bekommt man zum Beispiel das Mittagessen in Kitas, Schulen oder Horten, ein- und mehrtägige Ausflüge, Schulbedarf, Nachhilfe sowie 15 Euro pro Monat für Sport-, Musik- und Kulturangebote bezahlt. Es gibt Beratungsmöglichkeiten zum Beispiel zur richtigen Höhe des Taschengelds und zur richtigen Mediennutzung – was bei Euch zu Hause ja bestimmt auch immer ein Thema ist. Den Familienpass und Ferienpass kennt ihr wahrscheinlich, oder? Damit können Kinder in den Ferien zum Beispiel den MVV, die Münchner Schwimmbäder, den Tierpark und Museen kostenlos nutzen oder an Kursen, zum Beispiel Sportkursen, teilnehmen. Mit dem Familienpass können Familien das ganze Jahr über günstig bei Führungen, Kursen und anderen Angeboten mitmachen, zum Beispiel kriegt ihr günstige Karten für Theatervorstellungen oder besondere Veranstaltungen im Tierpark.

In jedem Büro gibt es Taschentücher, weil die Gespräche oft so traurig sind

Insgesamt kommen gemischt Frauen und Männer ins Sozialbürgerhaus. Viele Besucher haben einen Migrationshintergrund. Sie oder ihre Familien kommen ursprünglich nicht aus Deutschland. Diese Bürger wenden sich an die Mitarbeiter:innen, weil sie etwa Probleme mit der Sprache haben. Um allen Besuchern zu helfen, arbeitet das Sozialbürgerhaus auch eng mit der Polizei, Ärzten und Beratungseinrichtungen wie Condrobs zusammen. „Alle Mitarbeiter der Bezirkssozialarbeit müssen eine pädagogische Ausbildung haben. Beim Jobcenter arbeiten aber etwa auch Bankkaufleute und Steuerfachgehilfen“, so Sabine Nowack.

Nach dem Interview zeigte Frau Nowack uns einige Räume des Jobcenters, zum Beispiel den Postraum, wo die Briefe verteilt werden, die Kasse, wo man den Ferien- und Familienpass kauft, sowie ein Büro. In jedem Büro liegen Taschentücher, weil die Gespräche oft traurig sind.

Uns hat der Besuch im Sozialbürgerhaus sehr gut gefallen und wir fanden es hilfreich, zu wissen, wie viele verschiedene Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten es hier gibt. Habt ihr auch mal ein entsprechendes Problem, geht doch also auch zu der Landsberger Straße 474.

Schüler:innen der 3.Klasse Oselschule

Sozialbürgerhaus München West

Landsberger Straße 474, 81241 München

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr (SBH), Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag zusätzlich 14 bis 16 Uhr (Jobcenter).

Erreichbarkeit: Haltestelle Offenbachstraße (Buslinien 157, 162, Tramlinie 19).

Internetseite: Sozialbürgerhaus München West