Mal so richtig in die Luft gehen möchte jeder von uns manchmal. Wie man dass aber richtig gut und professionell macht, könnt ihr bei den „Stonebite Studios“ in der Pasinger Peter-Anders-Straße lernen. Neben Luftakrtistik stehen unter anderem auch Kurse in Bodenakrobatik, Tanz, Jazz, Handstand, Pilates und Vertikaltuch auf dem Stundenplan. Wir waren für euch in der Schule und haben ein Interview mit Leiterin Julia Ladner geführt.
Über 20 verschiedene Kurse für Kinder und Erwachsene bietet das Studio an. Rund 400 Kinder bis 14 Jahren sind hier Mitglied. Ungefähr genau so viele Erwachsene machen auch mit. Etwa 30 Trainer betreuen die verschiedenen Gruppen. Kinderkurse gibt es von Montags bis Freitags ab 16 Uhr, Erwachsenekurse auch Sonntags. Die beliebtesten Gruppen sind Luft- und Bodenakrobatik. Bei Kinderkursen, gerade Luftakrobatik, sind immer zwei Trainer mit dabei, damit alle Kinder gut betreut sind. „Am Anfang geht es vielen so, dass sie den Ring lieber mögen, weil der Start einfacher ist. 7-10-Jährige machen immer Ring und Tuch abwechselnd, damit sie die Grundlagen von beiden Geräten lernen, die wieder für anderes wichtig sind“, erklärt Studioleiterin Julia Ladner. So kann man zum Beispiel auch Vertikaltuch und Vertikalseil gut miteinander vergleichen. Ring ist wiederum ähnlich wie Trapez. Wenn du also die Grundlagen vom Ring lernst, kannst du diese ziemlich gut aufs Trapez übetragen und umgekehrt. Nur der Krafteinsatz ist etwas unterschiedlich. „Ab dem Schulhalbjahr entscheidet man sich für ein Gerät und kann dann so richtig einsteigen, wenn man die Grundlagen und Griffkraft schon aufgebaut hat“, erklärt Julia Ladner.
Am besten fängt man in dem Studio bereits mit 5 Jahren an. An alle 6-Jährige, die diesen Artikel lesen: Der Zug ist für Euch also schon abgefahren. Nein, Spaß, es geht natürlich auch jetzt noch :-) „Wenn man mit der Luftakrobatik anfängt, sind viele motorische Grundlagen dann sehr schwierig zu erlernen. Wenn man davor schon Tanz oder Bodenakrobatik gemacht hat, tut man sich viel leichter“, erklärt Julia Ladner. Insgesamt sind rund 99 Prozent der Kinder hier Mädchen. „Manche Sachen wie Spagat sind ein bisschen wie beim Ballett. Das wäre natürlich auch was für Jungs, aber es kommen halt mehr Mädchen. Wir haben es oft so, dass Jungs in eine Probestunde kommen, sich dann aber in einer Gruppe von lauter Mädchen nicht wohl fühlen. Was je nach Alter auch absolut verständlich ist“, sagt Julia Ladner. Bei den Erwachsenen sind es etwas mehr Männer, zum Beispiel beim Handstand.
Das Gebäude neben der „Halle 2″ hat eine Fläche von insgesamt rund 400 Quadratmetern und war früher einmal ein Autohaus und -werkstatt. „Dadurch ist alles besonders stabil, weil die Leute hier früher zum Beispiel viel mit Hebebühnen arbeiteten. Wir können auch viel an die Betondecken dran hängen.“ Neben den Trainingsräumen gibt es im Keller unter anderem einen großen Raum mit einer Siebdruckmaschine, wo T-Shirts, Pullover, Kostüme und vieles mehr bedruckt und angefertigt werden. Außerdem gibt es ein Büro, ein großes Kostümlager und ein Fotostudio. Hier machen die Mitarbeiter besonders schöne Fotos zum Beispiel für Plakate oder die Homepage. Auf der Sonnenterrasse können die Eltern warten, die ihre Kinder abholen. Im eigenen (Online-)Shop der Schule könnt ihr zum Beispiel Vertikaltücher und Decken kaufen, damit ihr zu Hause weiter üben könnt.
Regelmäßig führen die Gruppen auch außerhalb der Schule besonders Events auf: „In der BMW-Welt haben wir Candle Concerts mit viel Luftakrobatil inszeniert. Es war eine richtig schöne Location und schöne Musik. Letztes Jahr haben wir auch das erste Mal in der Pasinger Fabrik gespielt. Das hat so gut geklappt, dass wir mit dem Zirkus Labor dieses Jahr wieder für drei Wochen kommen dürfen“, berichtet Julia Ladner.
Habt ihr also auch Lust bekommen, mal in der Luftakrobatikschule mitzumachen? Wir können Euch die Schule auf jeden Fall nur empfehlen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten könnt ihr auf der Homepage der Stonebite Studios finden.